(MULTI) (DOC) – Vokabular der Textiletechniken | CIETA


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VOKABULAR DER TEXTILTECHNIKEN
Deutsch, mit den Entsprechungen im Englischen, Französischen, Italienischen,
Portugiesischen, Spanischen, Schwedischen

Mit den Arbeiten an einem deutschsprachigen Vokabular der textilen Techniken, namentlich der Seidenweberei, begannen CIETA-Mitglieder bereits in den 1950er Jahren, also bald nach der Gründung ihrer Vereinigung. Gleichwohl erschien die erste gedruckte Fassung erst 1971. Sie beruhte grundsätzlich auf einem Zettelkatalog, den Renate Jaques, damals Direktorin des Textilmuseums, Krefeld, mit ihrer Mitarbeiterin Ruth Wencker(-Gasthaus) erstellt hatte; ihre Arbeit hatte sich an dem französischen Vokabular orientiert, das 1959 von Félix Guicherd, Directeur Honoraire der Ecole de Tissage in Lyon und erster Secrétaire Général Technique des CIETA, vorgelegt worden war. Das deutsche Vokabular war aber nicht eine blosse Über– setzung des französischen: In die Definitionen und die Entsprechungen für die Begriffe in anderen Sprachen waren auch die Erfahrungen aus den Publikationen der italienischen (1959), spanischen (1963), englischen (1964) und nordischen (1967) Vokabularien ein– gegangen. In intensiven und auch langwierigen Diskussionen hatten die Mitarbeitenden Unterschiede in den Webtraditionen ihrer Länder und daraus resultierende Differenzen in den entsprechenden Terminologien erörtert. Bis 1967 entstanden mehrere, immer präzisere Fassungen, auf deren Grundlage schliesslich Alfred Bühler, bis 1964 Direktor des Museums für Völkerkunde in Basel, und Mechthild (Flury-)Lemberg, Leiterin des Ateliers für Textil– restaurierung der Abegg-Stiftung, die Druckfassung erstellten. Sie wurden dabei von ihren Mitarbeiterinnen Gisela Fuhrke und Brigitta Schmedding unterstützt. Wesentliche Hilfe hatten sie aber auch von Gabriel Vial, dem Nachfolger Félix Guicherds in Lyon, und von Harold B. Burnham, Curator of Textiles am Royal Ontario Museum in Toronto, erfahren. Die zahlreichen Ratgeber, die in ihrer Danksagung nicht namentlich genannt werden, gehörten sicher mehr– heitlich zu den CIETA-Mitgliedern, die immer wieder bei den Konferenzen der Vereinigung zusammenkamen.

Die hier vorgelegte neue Fassung des deutschsprachigen Vokabulars lehnt sich wiederum an die französische Version an, die seit vielen Jahren von Marie-Hélène Guelton überarbeitet und 2005 von ihr in einer Neufassung publiziert wurde. Für ihre kontinuierliche Arbeit gebührt ihr grosser Dank. Auch diesmal ist das deutsche Vokabular aber nicht allein eine Übersetzung des französischen: Nicht wenige Begriffe verweisen auf die im deutschsprachigen Raum entwickelten Webtraditionen; auch die Beiträge der KollegInnen, die an Überarbeitungen der italienischen, englischen und portugiesischen Vokabulare arbeiten, gingen in die neue Fassung ein. Roberta Orsi Landini, Maria Manuela Santana und Lisa Monnas sei für ihr Engagement für das seit den Anfängen des CIETA verfolgte Projekt – die Entwicklung einer international gültigen Terminologie – sehr herzlich gedankt, ebenso Michael Peter, der sich an den Diskussionen beteiligte. Mein besonderer Dank gilt Regula Schorta, Direktorin der AbeggStiftung, die mit ausserordentlicher Sorgfalt alle Definitionen überprüfte und viele von ihnen präzisieren konnte. Ohne ihre profunde Sachkenntnis und Erfahrung hätte diese Neuausgabe nicht abgeschlossen werden können.

DOC file, 97 pages


via Centre International d’Etude des Textiles Anciens

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