(DE) – Funktionelle Anatomie des gesunden Hüftgelenks | Qucosa


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Jedes Gelenk besteht aus einem auf knöchener Basis konvex geformten Gelenkkopf und konkaver Gelenkpfanne. Kopf und Pfanne bilden eine Kongruenz. Je nach Form der kongruenten Gelenkkörper und ihrer Artikulation kann man eine Einteilung in einachsige ( Scharnier- und Zapfengelenk ), zweiachsige ( Ellipsoid- und Sattelgelenk ), drei- oder vielachsige ( Kugel- und Nußgelenk ) und straffe Gelenke vornehmen. Sie zeichnen sich durch ihre anatomisch definierten Freiheitsgrade aus. Die Gelenkflächen sind mit einem hyalinen Knorpel von 2 bis 6 mm Dicke überzogen, “im zentralen Teil der Gelenkfläche dicker als im peripheren, an den konvexen Abschnitten kräftiger ausgeprägt als an den konkaven Teilen” (Tittel, K., /112/, S. 50). Größere und stärker beanspruchte Gelenke weisen meist eine dickere Knorpelschicht auf als kleinere und weniger belastete. Der Gelenkspalt zwischen den artikulierenden Gelenkflächen sichert die Gelenktrophik durch die Synovia und ist ein Qualitätszeichen des Gelenkzustandes. Das Gelenk wird von einer Gelenkkapsel umschlossen, die sich in die innere Gelenkkapselschicht  ( Membrana synovialis ) und die äußere Gelenkkapselschicht ( Membrana fibrosa ) strukturiert. Die innere Gelenkkapselschicht produziert die für das Gelenk äußerst wichtige Gelenkschmiere ( Synovia ), die sowohl für eine optimale ” Schmierung ” und Ernährung der Gelenkkörper, vor allem des hyalinen Knorpels (bradytrophes Gewebe), als auch für den Abtransport von Stoffwechselschlacken verantwortlich ist. Sie wird durch das synoviale Kapillarnetz versorgt.

Das Gelenk sichert seinen Grundenergiebedarf über glycolytische Prozesse ab. Deshalb ist eine regelmäßige und ausreichende Entschlackung sehr wichtig. Die Stabilität des Gelenks wird durch Verstärkungsbänder der Gelenkkapsel gewährleistet. Eine gut entwickelte Skelettmuskulatur (Belastungskompensation) sowie ein intaktes Binde- und Stützgewebe (z.B. Sehnen und Bänder, Knorpel, Knochenbau ) sind Garant für eine anforderungsgerechte Gelenkstabilität. Für eine optimale knochenprotektile Belastungsübertragung weisen einige Gelenke ( z.B. Articulatio genus ) Menisken auf, die mit den angrenzenden Gelenkflächen sog. Teilgelenke bilden. Zu solchen Sonderstrukturen zählen auch die …


via www.qucosa.de

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